Gärtnern nach Mondkalender – Mythos oder funktioniert das wirklich?

Garten mit Mondkalender

Ein jeder Fan der Gartenarbeit hat es mal erlebt, dass das Ergebnis der harten Arbeit im Garten unterschiedlich ausfällt, obwohl die gleichen Bedingungen gegeben sind. Wem dies widerfahren ist, kann es probieren, ob das Gärtnern nach dem Mondkalender hilfreich ist. Häufig liegt es an der Qualität der Saatgut oder des Bodens, doch nicht minder oft nimmt der Stand des Mondes Einfluss darauf, ob die Ergebnisse der Gartenarbeit positiv oder negativ ausfallen. Die an dem Mondzyklus ausgerichtete Gartenarbeit wird seit Jahrhunderten praktiziert, gerät aber leider immer mehr in Vergessenheit. Dabei kann der Mond dazu beitragen, dass Ernten besonders ertragreich ausfallen und Pflanzen besonders gut gedeihen.

Ist Gartenarbeit nach dem Zyklus des Mondes sinnvoll?

Im gesamten Jahr durchläuft der Mond verschiedene Phasen. In Kombination mit der Drehung der Erdkugel und den einzelnen Tages- und Jahreszeiten fällt der Stand des Mondes immer unterschiedlich aus: Mal steht der Mond höher, mal niedriger und mal zeigt er sich ab- oder zunehmend. Hinzukommen Voll- und Neumond. Das Interessante daran ist, dass durch die Position des Mondes verschiedene Energien freigesetzt werden. Dies lässt sich auch an Ebbe und Flut erkennen. Die Natur steht in Verbindung miteinander, so beeinflusst der Mond auch das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen. Viele Gärtner, die Erfahrungen mit dem Gärtnern nach dem Mondzyklus gemacht haben, sind davon überzeugt, dass das Gärtnern nach Mondzyklus positive Einflüsse auf ihren Garten nimmt. Das Ergebnis der Arbeit im Garten, welche am Stand des Mondes orientiert ist, zeigt sich in verbessertem Wachstum, einer reicheren Ernte und weniger Schädlingen.

Wie wird Gartenarbeit nach dem Mondzyklus ausgerichtet?

Der Kartenleger und Astrologe Volker-Lorenz Riemann ist auch Experte für den Mondkalender. Der Mondkalender gibt die geeigneten Zeitpunkte für bestimmte Tätigkeiten vor, die sich auch auf die Gartenarbeit beziehen. Sinnvoll ist es, im Frühling mit dem Umgraben und dem Setzen und Säen der Pflanzen im Garten zu beginnen. Der exakte Zeitpunkt dieser Arbeiten hat einen großen Einfluss auf den Reifeprozess und das gesamte Wachstum der Pflanzen. Auch die Widerstandsfähigkeit gegen Unkraut und auch gegen Schädlinge wird von dem Zeitpunkt und dem Stand des Mondes beeinflusst. Auch das Tierkreiszeichen, in welchem dem Mond steht, nimmt Einfluss auf den Erfolg, weiß Volker-Lorenz Riemann als Experte des Mondkalenders.

Wann soll welche Gartenarbeit nach dem Mondkalender verrichtet werden?

Um bestmögliche Ergebnisse im Garten zu erzielen, sollten Pflanzen, die oberirdisch wachsen, bei zunehmendem Mond gesetzt oder gesät werden. Den zunehmenden Mond erkennt man an der Sichelform mit der Öffnung auf der linken Seite. Der zunehmende Mond ist grundsätzlich in den frühen Morgenstunden bis spätestens Mitternacht erkennbar, wenn es das Sonnenlicht am Tage zulässt. Bei Vollmond sind Pflanzen sehr aufnahmefähig. Aufgrund dessen stellt der Vollmond den perfekten Zeitpunkt dar, um mithilfe von Dünger beste Ergebnisse zu erreichen. Des Weiteren besitzen Heilkräuter bei Vollmond die stärkste Wirkung, sodass das Ernten der Heilkräuter bei Vollmond zu empfehlen ist. Unterirdische Feldfrüchte hingegen wachsen besonders gut, wenn sie in der Phase des abnehmenden Mondes gesät oder gepflanzt werden.

In der Phase des Neumondes steht der Mond zwischen Erde und Sonne. Die Lichtreflexion bleibt wegen dieser Position aus. Auf die Gartenarbeit bezogen bedeutet diese Mondphase, dass sie den optimalen Zeitpunkt für die Bekämpfung von Schädlingen und das Behandeln von kranken Pflanzen bietet. Das Tierkreiszeichen nimmt Einfluss auf die Pflanzenteile, die die besten Chancen für ihr Wachstum und ihre unversehrte Entwicklung bekommen sollen. Jeder Stand des Mondes im jeweiligen Zeichen des Tierkreises schenkt bestimmten Teilen der Pflanze besonders kraftvolle Impulse. Nach dem Tierkreis ergeben sich folgende Zeitpunkte, die besonders gut für die jeweiligen Aufgaben geeignet sind:

  • Der Mond steht in Stier, Jungfrau oder Steinbock = Wurzeltage
  • Der Mond steht in Widder, Löwe oder Schütze = Fruchttage
  • Der Mond steht in Krebs, Skorpion oder Fische = Blatttage
  • Der Mond steht in Zwillinge, Waage oder Wassermann = Blütentage

Wenn Tomaten geerntet werden, werden zum Beispiel besonders die Früchte wertgeschätzt. Demnach sollte der Mond für das Anpflanzen von Tomaten im Tierkreiszeichen Widder, Löwe oder Schütze stehen.
Wenn diese Prinzipien befolgt werden, lässt die Belohnung durch ein üppiges Wachstum nicht lange auf sich warten.

Was tun gegen Unkraut?

Wenn Unkraut im eigenen Garten wächst, ist es ratsam, sich das angebliche Kraut genau anzuschauen und nach Möglichkeit zu klassifizieren. Möglicherweise handelt es sich gar um ein Heilkraut, welches aus bestimmten Gründen im Garten wächst. Brennnesseln oder Löwenzahn lassen sich zum Beispiel als Heilpflanzen verwenden. Wachsamkeit wird garantiert belohnt werden. Dennoch gibt es auch wirkliches Unkraut, welches im eigenen Garten nicht erwünscht ist. Doch sollte mit Bedacht vorgegangen werden. Jeder Fan von Gartenarbeit hat es sicher schon mal erlebt, dass das unerwünschte Kraut nach dem Herausreißen schnell wieder nachgewachsen ist. Auch hier empfiehlt es sich, nach dem Mondkalender vorzugehen. Das Ausreißen des Unkraut ist im besten Fall bei abnehmendem Mond durchzuführen, im Tierkreiszeichen Steinbock.

Wie lässt sich das Gärtnern nach Mondkalender am besten umsetzen?

Möglicherweise fühlt sich der ein oder andere Gärtner, der sich zuvor noch nicht mit dem Mondkalender auseinandergesetzt hat, überfordert damit, sich bei der Gartenarbeit nach dem Mondzyklus zu richten. Im Grunde genommen ist es jedoch gar nicht so kompliziert, wie man annimmt. Um sich bei der Gartenarbeit nach dem Stand des Mondes zu richten, ist es ratsam, sich einen Kalender anzuschaffen, in dem die einzelnen Mondphase vermerkt sind. Die zugehörigen Gartenarbeiten lassen sich problemlos in den Kalender eintragen, sodass ein Blick in den Kalender genügt, um sich darüber in Kenntnis zu setzen, welche Tätigkeit im Garten anfällt.

Fazit

Ein Garten kann durch das Ausrichten der einzelnen Tätigkeiten an den Positionen des Mondes enorm profitieren. Auch wenn das Gärtnern nach den Mondphasen in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit gerät, gibt es Gärtner, die darauf schwören, ihre Arbeit im Garten unter Berücksichtigung der Mondphasen zu vollziehen. Das Gärtnern nach dem Zyklus des Mondes ist seit Jahrhunderten bekannt, auch wenn es heute nicht mehr so häufig praktiziert wird. Wer einen üppigen Garten möchte, sollte es in jedem Fall ausprobieren, die anfallenden Arbeiten im Garten nach dem Mond auszurichten. So kann selbst beobachtet werden, inwieweit sich der Zustand der Pflanzen verbessert. Vielleicht werden sie überrascht und sind dann selbst felsenfest von dem Einfluss des Mondes auf das Wachstum der Pflanzen überzeugt.

Über Christian 95 Artikel
31 Jahre alt, gebürtig aus Cuxhaven und bekennender Kaffeejunkie :-). Viel Spaß beim Stöbern!